
Spätestens im August 2026 ist allen Schulkindern eine Ganztagsbetreuung anzubieten. Weil bei der Gemeinde kaum Fortschritte erkennbar sind, werden einige Akteure übernervös.
Die CDU-Fraktion stellt fest: „Nach dem Grundsatzbeschluss für den Ganztagsbetrieb haben die Schulleitungen, Kollegien und Elternvertreter diesen Weg stets zielführend unterstützt. Die Konzepte wurden von beiden Grundschulen fristgerecht vorgelegt, in Bredenbeck sogar etwas eher als in Wennigsen. Auch Aufgaben des Schulträgers haben die Kollegien abgearbeitet, z.B. in Wennigsen das bauliche Konzept für die Mittagsverpflegung.“
Im politischen Raum war die Mitwirkung unterschiedlich. Zwar hat die SPD bereits 2018 mit beschlossen, „ein Basiskonzept [zu] erarbeiten, auf das die einzelnen Schulen aufbauen können“. Dann wurde fünf Jahre lang jedoch nichts geliefert. Als dieser Mangel im Juni 2023 offensichtlich wurde, startete die SPD-Fraktion unter Vorsitz von Jonas Farwig eine Schlammschlacht. Diese setzte sich leider in anmaßenden Angriffen durch einzelne SPD-Mitglieder gegen die Schulleitungen fort.
Aktueller Höhepunkt in diesem Drama ist eine Anzeige beim Kultusministerium. Der angebliche Vorwurf lautet, dass sie „die Planung der Ganztagsschule in Bredenbeck blockiere.“ Dies wurde durch einen Brief an die Eltern am letzten Dienstag deutlich. Das Regionale Landesamt für Schule und Bildung hat am Freitag in einem weiteren Elternbrief im Kern bestätigt, dass die Vorwürfe aus der Luft gegriffen sind.
Der Schulausschussvorsitzende Ernst Herbst dazu: „Zum Wohle der Kinder und Lehrer hat der Schulträger die klare Verantwortung, derart falsche Anschuldigungen unverzüglich auszuräumen. Und zwar so schnell, dass kein Schaden entsteht und so deutlich, dass jeder und jede es versteht.“
„Es ist schon komisch, dass offenbar nicht miteinander gesprochen wird, um das Ziel qualifizierte Ganztagsbetreuung in die Schulen zu bekommen, sondern dass übereinander gesprochen wird. Sachdienlich ist ein solches Verhalten nicht“, meint Nicole Hampel, Sprecherin der CDU im Schulausschuss.
Durch die bisherigen persönlichen Angriffe ist die Zusammenarbeit gestört. Die SPD sollte ihre Position und ihre Mandatsträgerauswahl prüfen, um weiteren Schaden von Kindern und Lehrern abzuwenden.
Die CDU Wennigsen begleitet die Entwicklungen bei der Ganztagsbetreuung seit einigen Jahren mit Fachveranstaltungen vor Ort.