Nachdem unsere CDU-Fraktion den Schwenk der Verwaltung beim RRB Bredenbeck-Mitte zur ersten Einzäunung im November 2023 aufgegriffen hatte und es den Görres-Antrag zur Bepflanzung gab, hat der TÜV ein Gutachten vorgelegt und mehrfache Nachfragen aus dem Rathaus beantwortet. Als dann die Verwaltung die zweite Zaunvariante nur vom Ortsrat genehmigen lassen wollte, haben B90/Die Grünen einen Defacto-Vorbehaltsantrag gestellt und die Kommunalaufsicht die Rechtslage erläutert. Schließlich gab es (noch) einen Ortstermin am und im Becken (Foto).

Wie erwartet, blieb das Ergebnis immer gleich: Das Becken kann ohne Zaun verkehrssicher betrieben werden.
Daher hat die CDU-Fraktion den Änderungsantrag Mehr Sicherheit am Wasser vorgelegt. Wir sind für einen freien Zugang, wollen jedoch zur Abend- und Nachtzeit Ruhe in dem Bereich. Für die Unterhaltungsarbeiten soll es einen Probebetrieb geben.
Grundsätzlich soll öffentliches Eigentum allen Bürgern zur Verfügung stehen.
Die allgemeine Erholung und das freie Spiel an geeigneten Wasserkörpern sind förderungswürdig. In unserer Gemeinde haben Bäche und Teiche häufig gefährliche Steilufer. Das Regenrückhaltebecken Bredenbeck-Mitte hat risikoarme flache Böschungen. Weil es dort keine Steilufer-Risiken gibt, wird ein bürgerfreundlicher Zugang zu diesem Becken die Sicherheit erhöhen.
Zur Abendzeit ist der Aufenthalt nicht zu gestatten aus Vorsorgegründen für die öffentliche Ordnung und das ökologische Biotop. Dies wäre bedarfsweise durch den kommunalen Ordnungsdienst/Feldhüter zu überwachen.
Der Probebetrieb ist erforderlich, weil zur Unterhaltung derart unterschiedliche Ansätze (incl. Langarm-Kettenbagger im Folienbecken) vorgetragen worden sind, dass darin die nötigen Erfahrungen zu sammeln sind. Weiterhin wird es zur Kosteneinsparung geboten sein, manche Beckenteile vor bestimmten Unterhaltungsarbeiten trocken fallen zu lassen.
Einen Spazierweg um das Speicherbecken hat die Verwaltung angekündigt am 23.07.2023 auf haz.de. Er soll jedoch nicht gebaut werden und die siebenstufige Treppe wäre zu sperren. Dammkrone und Damm sollen unterschiedslos als Scherrasen ausgestaltet werden.
Der Zulaufkanal muss DN 1200 groß sein, weil er mit 0,1 Gefälle nahezu waagerecht verläuft und sonst keinen ausreichenden Durchfluss bieten würde. Schwallartige Wasserzuläufe sind nicht zu erwarten, wie die TÜV-Gutachter auf Nachfrage der Verwaltung sachgerecht darstellten.
An einigen Stellen – genauso wie bei normalen Brücken über Gewässer – besteht eine Absturzgefahr, die durch Geländer abzusichern wäre. Geboten ist, hierzu Empfehlungen des gemeindlichen Unfallversicherers (Berufsgenossenschaft) zum baulichen Arbeitsschutz (insb. Absturzsicherungen) einzuholen.
Einen Durchgangsverkehr soll es nicht geben, der Zaun zu den Grundstücken Deisterstraße muss bestehen bleiben.
Grundsatz: Wasser und Ufer sind immer gefährlich, wenn sie nicht selbstständig verlassen werden können. Keine technische Sicherung kann den Dialog über diese Gefahren zwischen Eltern und Kindern ersetzen.
Vorbildlich präsentiert sich das RRB neben dem Freibad Bennigsen mit einem umlaufenden Spazierweg ohne Zaun und gepflegten Böschungen und Böschungsfüßen. Die Ausbringung kann per Radlader über die Westseite erfolgen. Der starke Strauchaufwuchs scheint dort wohl akzeptiert zu werden, wäre aber in Bredenbeck unpassend:

Dieses Becken in Bennigsen zeigt, dass in unserer Gegend frei zugängliche Becken üblich sind.
Download:
# Mehr Sicherheit am Wasser, Antrag vom 25.09.2025